FLÜSSIGKEITSHAUSHALT

Mit einem Anteil von ca 45-75% des Körpergewichts ist Wasser der wichtigste anorganische Bestandteil des menschlichen Körpers.


Je älter wir werden, desto geringer wird unser Wassergehalt. In der Regel liegt der Grundbedarf des Menschen bei ca 2 bis 3 Litern pro Tag. Dieser Wert kann jedoch durch verschiedene Faktoren, wie beispielsweise Temperaturen, Luftfeuchtigkeit sowie sportliche Aktivität deutlich variieren. Für die Produktion von einem Liter Schweiß werden 1,5 Liter Wasser verbraucht.

Wasser ist mehr oder weniger an allen Prozessen des Körpers direkt oder indirekt beteiligt. Es gilt als Transport- und Lösungsmittel, Baustoff und hat in Form von Tränenflüssigkeit und Gelenkflüssigkeit eine bedeutende Schutzfunktion. Spricht man von einer Dehydration verliert der Körper mehr Flüssigkeit, als aufgenommen wird. Mit einer Hyperhydration ist eine Überwässerung gemeint.

Durst ist das subjektive Verlangen nach Flüssigkeit, welches im Hypothalamus (ein Teil des Gehirns) entsteht. Häufig ist Durst kein zuverlässiger Indikator. Bei intensiver sportlicher Betätigung besteht bei dem Gefühl von Durst bereits ein Flüssigkeitsmangel. Dieser sollte durch frühzeitiges und häufiges Trinken vermieden werden.

Bei Getränken wird zwischen isotonischen, hypotonischen und hypertonischen Getränken unterschieden. Wasser sowie Getränke die nur geringe Mengen an Kohlenhydraten enthalten, verlassen den Magen, im Gegensatz zu Getränken mit hoher Kohlenhydrat-Konzentration, sehr schnell. Im Darm wird Wasser eher langsam absorbiert. Kohlenhydratreiche Getränke verlassen den Darm deutlich schneller und gelangen ins Blut.

Im Sport wird häufig von isotonischen Getränken gesprochen. Dies sind Getränke, die das gleiche Verhältnis von Elektrolyten zu Flüssigkeit wie das menschliche Blut aufweisen. Dieses Verhältnis wird auch als Osmolarität bezeichnet. Diese liegt bei isotonischen Getränken bei 280 bis 330 mosmol pro Liter. Durch diese Eigenschaft gelangen isotonische Getränke schnell ins Blut und liefern dem Körper schnell Energie. Insbesondere für Leistungssportler im Ausdauersport können diese Getränke nützlich sein. Von Hypotonen Getränken spricht man, wenn ein Getränk weniger als 280 mosmol pro Liter aufweist. Ein Beispiel hierfür ist Mineralwasser. Hypertone Getränke sind Getränke die eine höhere Osmolarität als 330 mosmol pro Liter besitzen. Dies sind Softdrinks, Säfte und Limonaden. Als Durstlöscher sind diese absolut ungeeignet.

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